Prinzipien des biologischen Landbaus

  • Saatgut
    Das Saatgut wird keiner chemischen Behandlung unterworfen.
  • Düngung
    Keine Verwendung von chemisch-synthetischen Düngemitteln – es sind ausschließlich organische und mineralische Düngemittel erlaubt (Stall- und Hühnermist, Gülle oder Jauche, Kompost, Stroh, Torf, Ton, Organische Nebenprodukte der Lebensmittel- und der Textilindustrie, Algen und Algenerzeugnisse, Sägemehl, Rinde und Holzabfälle, Asche, Rohphosphat, Aluminiumcalciumphosphatgestein, Thomasmehl, Kaligestein, Kalkstein,  Kreide, Magnesium- und Calciumsulfat, Industriekalk aus der Zuckerherstellung, Schwefel, Gesteinsmehl, Calciumchlorid, Spurenelemente wie Bor, Kupfer, Eisen, Mangan, Molybdän und Zink).
    Grundsätzlich wird nicht die Pflanze gedüngt, sondern es werden Maßnahmen zur Bodendüngung getroffen.
  • Pflanzenschutz
    Keine Verwendung von Pestiziden. Das Unkraut wird durch mechanische Verfahren oder Fruchtfolge bekämpft. Die Fruchtfolge bedeutet, dass eine Pflanze nur in mehrjährigen Abständen angebaut wird. Wenn der Boden jahrelang nur mit derselben Pflanze bepflanzt wird, wird der Boden an Nährstoffen ausgelaugt und die Pflanze wird schwächer und ist somit für Krankheiten und Schädlinge anfälliger. Schädlinge werden entweder händisch abgesammelt oder mit natürlichen Feinden bekämpft.
  • Tierhaltung
    Bei der Rinderhaltung sind Anbindehaltungen verboten und es ist Auslauf bzw. Weide- und Freigeländezugang zu gewähren. Bei der Schweinehaltung sind Vollspaltböden verboten und die Liegeflächen müssen um 50 % größer sein, als bei konventioneller Landwirtschaft. Geflügel muss Zugang zu Grasflächen gewährt werden. Gefüttert wird Biovieh mit Getreide und Futtermittel, die nach den Regeln des biologischen Landbaus erzeugt wurden sowie mit pflanzlichen Verarbeitungsprodukten (max. 20 %) aus biologisch angebauten Rohstoffen, Milch/-produkten, Vitaminen und Spurenelementen.
  • Medizin
    Bei Krankheiten kommen homöopathische Mittel und Akupunktur zum Einsatz. Die präventive Verabreichung chemisch-synthetischer Tierarzneimittel ist verboten, diese sind jedoch bei wirklicher Notwendigkeit (Erkrankung) durch tierärztliche Verabreichung oder nach Verschreibung zugelassen. Eine konventionelle Behandlung ist jedoch nicht öfter als zweimal jährlich erlaubt und bedingt längere Wartefristen (= Zeit, bis das Fleisch bzw. Tierprodukte wieder zum Genuß freigegeben werden können). Künstliche Wachstumsförderung und Leistungssteigerung durch Verabreichung von Antibiotika, Hormone etc. sind verboten.

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