Q-Cells: Jagd nach Billig-Solarzellen

Mega-Liefervertrag mit kalifornischem Startup Solaria

Fremont/Thalheim (pte/23.07.2007/17:10) - Der deutsche Solarzellenhersteller Q-Cells http://www.q-cells.de, nach Sharp die Nummer zwei auf dem Weltmarkt, baut verstärkt auf innovative Technologien, um so die Kosten bei der Herstellung zu senken. Der Branchenriese hat seine Beteiligung an dem kalifornischen Startup Solaria http://www.solaria.com von 12,6 auf 33 Prozent aufgestockt und dafür gut 25 Mio. Dollar auf den Tisch gelegt, wie das Wall Street Journal (WSJ) berichtet. Solaria entwickelt Solar-Panels, bei denen mithilfe von Plastiklinsen die Sonneneinstrahlung gebündelt wird. Die Technologie ist weniger vom teuren Silizium abhängig.

Über die finanzielle Unterstützung hinaus haben Q-Cells und Solaria einen der bisher größten Lieferverträge auf dem Solarmarkt abgeschlossen. In den kommenden zehn Jahren will Q-Cells Solaria mit Solarzellen im Wert von 1,35 Gigawatt versorgen. Zum Vergleich: 2006 wurden SolarBuzz zufolge weltweit Solarzellen mit einer Leistung von gerade 1,744 Gigawatt installiert. Laut WSJ hat der Vertrag nach heutigen Preismaßstäben ein Volumen von 2,5 Mrd. Euro. Der Zugang zu der riesigen Menge an Solarzellen soll Solaria den schnelleren Ausbau der Produktion ermöglichen.

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Q-Cells baut in USA aus (Foto: q-cells.de)
"Wir sind sehr zufrieden mit dieser Investition und dem Fortschritt bei Solaria. Das Unternehmen bietet ein hohes Synergie-Potenzial und bedeutende Einsparmöglichkeiten für die aktuelle Solarzellen-Generation", so Q-Cells-Chef Anton Milner in der entsprechenden Aussendung. Die Solaria-Technologie ermöglicht eine zwei bis drei Mal höhere Energieausbeute. "Wir sind zuversichtlich, dass sich diese Technologie durchsetzt", sagt Q-Cells-Sprecher Stefan Dietrich gegenüber pressetext. Nach Deutschland soll die Technologie aber nicht importiert werden.

Für Q-Cells bedeutet der Ausbau der Solaria-Anteile eine weitere Investition in den Zukunftsmarkt USA. Noch ist der US-Markt hinter Deutschland und Japan der drittgrößte Solarmarkt. Q-Cells wird in den kommenden Jahren weiter massiv Geld in Solartechnologien stecken. Allein in diesem Jahr sollen 400 Mio. Euro, davon 200 Mio. Euro in neue Technologien fließen. "Neben dem klassischen Kerngeschäft setzen wir vor allem auf die Dünnschichttechnologien", so Dietrich.

In der Hoffnung auf den Durchbruch bei Materialien oder Methoden, die das Kostendilemma lösen könnten, stecken Risikokapitalgeber seit langem Geld in zukunftsträchtige Startup-Unternehmen. Obwohl seit Jahren gehypt, trägt die Solarenergie derzeit nur rund ein Prozent zur weltweiten Energieversorgung bei. Während es 35 bis 45 US-Cent kostet, um mithilfe von Solarpanels eine Kilowattstunde Energie zu produzieren, schlagen Kohlekraftwerke mit Kosten von drei bis fünf US-Cent zu Buche, so die International Energy Agency. (Ende)


Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Jörn Brien
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Tel. +43-1-81140-318

Letzte Änderung amDienstag, 24 Juli 2007 11:52

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