Altes Speiseöl als Autotreibstoff

Auch in Graz werden über 100 Busse mit Altspeiseöl betrieben.
London/Graz (pte/26.08.2008/15:55) - Altes Frittieröl eignet sich auch als Treibstoff für Autos. Die britische "Grease-to-Greece-Rally" http://www.fatfinding.com will darauf hinweisen, dass man statt Dieselöl zu tanken auch mit altem Speiseöl fahren kann. Heute, Dienstag hat der Rallyefahrer Andy Pag nach insgesamt neun Tagen Fahrt sein Zielland, Griechenland, erreicht. Morgen, Mittwoch soll das Team dann in Athen ankommen, berichtet BBC-Online.

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Leicht modifizierter Dieselmotor fährt mit Speiseöl
Das Auto, ein alter Peugeot-Diesel, dessen Motor leicht modifiziert wurde, hat die ganze Fahrt nichts anderes getankt als altes Speiseöl. Statt Tankstellen aufzusuchen, habe man in Restaurant, Bars, Kneipen und Tavernen nach altem Speiseöl gefragt. "Wir haben deutlich gezeigt, dass dies machbar ist", meint Esther Obiri-Darko, Chemielehrerin und Partnerin von Pag. Viele Menschen haben nicht geglaubt, dass das je funktionieren würde. "Die meisten haben jedoch aus Umweltschutzgedanken mitgemacht", so Obiro-Darko. Vor dem Befüllen des Tanks wird das Altöl gefiltert und in einer Zentrifuge von Speiseresten und anderen Verunreinigungen befreit.

Insgesamt hat Pag mit seinem Fahrzeug auf der Reise 3.200 Kilometer zurückgelegt und dabei etwa 200 Liter Altöl gebraucht. Pro 100 Kilometer braucht das Auto 6,25 Liter Öl. Insgesamt hat sich Pag mehr als 350 Euro an Treibstoffkosten erspart. Das ganze Unterfangen soll nur darauf hinweisen, dass man auch mit anderen Treibstoffen fahren kann, meint Pag. Die Expeditionsteilnehmer berichten auch, dass das System in einigen der besuchten Orte großen Gefallen gefunden habe.

  Auch in Graz werden über 100 Busse mit Altspeiseöl betrieben.

Ein Vorzeigebeispiel für die Verwendung von Biodiesel, der aus Speiseöl erzeugt wird, findet sich in Graz, wo über 100 Busse mit diesem den CO2-Ausstoß verringernden Kraftstoff betrieben werden. Die Idee dazu kam vom Grazer Umweltamt, das damit verhindern wollte, dass Altspeiseöl über die Kanalisation entsorgt wird. Seit 1990 kann Altspeiseöl aus privaten Haushalten an Problemstoffsammelstellen kostenlos abgegeben werden. Neun Jahre später wurde zusätzlich ein kostenloses Sammelsystem für Gastronomiebetriebe eingerichtet. Die Sammlung des Altöls erfolgt durch die gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft Öko-Service http://www.oekoservice.at. "Ökobilanzen unterstützen uns bei der Wahl aus dem zunehmenden Angebot an alternativen Kraftstoffen", erklärt Gerfried Cebrat von der Forschungsgesellschaft Mobilität - Austrian Mobility Research http://www.fgm.at im pressetext-Interview. Kraftstoffe aus Kurzumtriebsholz oder biologischen Abfällen aus anderen Bereichen wie etwa Speiseöl schneiden in der Ökobilanz tendenziell besser ab als Kraftstoffe, die aus Feldfrüchten gewonnen werden.

Quelle: Pressetext Austria

 

Letzte Änderung amMittwoch, 27 August 2008 09:55

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