Energiesparlampen - das SOLLTEST du wissen!

Quelle: stock.xchng Quelle: stock.xchng
Alternativen zur Glühbirne: Infos zu Risiken, Energieverbrauch & Entsorgung.

  • Am Montag den 8.12.08 einigten sich die EU-Experten in Brüssel, die Glühbirnen aus Gründen des hohen Stromverbrauchs vom Markt zu nehmen.
  • Im September 2009 wurde der Verkauf aller matten Birnen sowie der von klaren Birnen mit 100 Watt Leistung,
  • im September 2010 klare 75-Watt-Birnen verboten und
  • seit 1. Sept. 2011 gilt das Verbot der 60 Watt Glühbirne,
  • ab 1.9.2012 der 40 und 25 Watt Glühbirne.
  • Die noch nicht vom Verbot betroffenen Niedervolt-Halogenlampen werden durch eine eigene Richtlinie für Reflektorlampen beginnend mit 2013 schrittweise bis 2016 aus dem Verkehr gezogen.

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Der Abverkauf der Lagerbestände ist allerdings weiterhin erlaubt. Die Alternative: Energiesparlampen, die oft giftiges Quecksilber enthalten, welches beim Bruch der Lampen freigesetzt wird und eine Gefährdung von Gesundheit und Umwelt darstellt. Um welche Energiesparlampe handelt es sich hier, welche Arten gibt es überhaupt und wie müssen sie entsorgt werden. Hier eine kompakte Übersicht:

Arten von energiesparenden Leuchtmitteln & Entsorgung

  • Kompaktleuchtstofflampe
    Wenn von der Energiesparlampe gesprochen wird, die giftiges Quecksilber enthält, so ist von der Kompaktleuchtstofflampe die Rede. Es handelt sich um Leuchtstoffröhren in kompakter Bauform. Außerdem stehen sie im Verdacht, in eingeschaltetem Zustand krebserregende Stoffe auszudünsten (Details dazu).
    Entsorgung: Man gibt sie genauso wie Elektroaltgeräte oder Batterien bei Problemstoff-Sammelstellen ab oder bringt sie zum Fachhändler zurück. Die Händler sind in Österreich ab einer Verkaufsfläche von 150 m² bei gleichzeitigem Kauf einer neuen Energiesparlampe zur Rücknahme verpflichtet. Dies gilt auch für alle nachfolgenden Lampen.
  • Halogenmetalldampflampe
    Die Halogenmetalldampflampen sind Gasentladungslampen und eine Weiterentwicklung der Leuchtstofflampen bzw. Quecksilberdampflampen. Entsorgung wie Kompaktleuchtstofflampen.
  • Natriumdampflampe
    Die Natriumdampflampe ist ein sehr effizientes Leuchtmittel. Der Nachteil der Natriumdampflampe ist deren monochromatisches Licht mit gelborangenem Farbton welcher kaum Farbsehen erlaubt. Einsatz daher bei Straßenbeleuchtung, Pflanzenbeleuchtung, in Dunkelkammern, etc. Natriumdampf-Hochdrucklampen enthalten umweltrelevante Schadstoffe und müssen als Sondermüll entsorgt werden.
  • Halogenlampe
    Halogen-Glühlampen enthalten zwar sehr geringe Mengen Halogen-Wasserstoff Verbindungen, die jedoch aufgrund der Menge keine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen und somit auch über den Hausmüll (Restmüll) entsorgt werden können. Selbst zerbrochene Halogen-Glühlampen enthalten so geringe Mengen (einige Millionstel Gramm Halogen/Halogen-Wasserstoff Verbindungen), das diese keine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellen. Alte Halogen-Glühlampen nicht im Glascontainer entsorgen.
  • LED
    LED ist die Abkürzung für "Licht emittierende Diode" und besteht aus millimeterkleinen Halbleiterkristallen, die durch Strom zum Leuchten gebracht werden - sie funktionieren wie umgekehrte Solarzellen. Anders als Halogenlampen geben sie kaum Wärme ab und benötigen im Gegensatz zu anderen Energiesparlampen kein giftiges Quecksilber, es geht auch keine problematische hochfrequente Strahlung aus. Sie sind sofort hell, und sie haben das Potenzial zu einer besseren Farbwiedergabe als die Kompaktleuchtstofflampen. In Taschenlampen, bei der Fahrzeugbeleuchtung, als Hintergrund- und Dekorationsbeleuchtung hat sich LED bereits etabliert. Aber ihr teilweise hoher Preis wirkt noch abschreckend, zahle sich jedoch innerhalb von vier Jahren aus, so ein Experte des Öko-Instituts Freiburg (Details dazu). Hersteller sprechen bei LED von einer Lebensdauer von rund 20 Jahren.
    Entsorgung: LED Lampen und LED Module enthalten zum Teil elektronisch Bauteile und müssen daher ebenfalls fachgerecht bei einer Problemstoffsammelstelle entsorgt werden.

Energieverbrauch:
Lampen dürfen als Energiesparlampen bezeichnet werden, wenn sie bei gleicher Lichtleistung mindestens 75 % weniger Strom verbrauchen als eine Standardglühlampe. Herkömmliche Glühlampen nutzen nur fünf Prozent des verbrauchten Stroms für die Lichterzeugung, der Rest verpufft als Wärme. Energiesparlampen wandeln dagegen rund 25 % des Stroms in Licht um. LEDs verbrauchen ebenfalls nur ein Fünftel im Vergleich zu Glühbirnen, Halogenlampen immerhin nur die Hälfte.


Quellen & weitere Infos:

LED-Lampen gelten als Nachfolger der klassischen Glühbirnen - WELT online
Auf Energiesparlampen fällt ein dunkler Schatten
- WELT online
Ab 1. September 2011 gilt das Aus für 60-Watt-Glühbirnen
- GLOBAL 2000
FAQs zu Energiesparlampen - Greenpeace
Energiesparlampen werden deutlich teurer
- Spiegel online
www.gluehbirne.ist.org


Das Glühbirnen-Verbot und Europas "Misstrauensgesellschaft"

Letzte Änderung amFreitag, 14 September 2012 08:58

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