Weiterführung der Förderprogramme KLIEN und in der Umweltförderung

Präsident Plank: "Heimische erneuerbare Energien stärken statt Millionen ins Ausland" Präsident Plank: "Heimische erneuerbare Energien stärken statt Millionen ins Ausland"

Die Förderinvestitionen des österreichischen Staates in erneuerbare Energien stellen jedoch nur einen „Tropfen auf den heißen Stein“ dar. 

Der EEÖ (Verband Erneuerbare Energie Österreich) begrüßt die Weiterführung der Förderprogramme im KLIEN (Klima- und Energiefonds) und in der Umweltförderung. Besonders positiv ist die Schwerpunktsetzung für Sonnenenergie und Biomasse im KLIEN Programm mit insgesamt 10 Mio. Euro. Die starke Nachfrage nach den einzelnen Fördertöpfen zeigt, dass die Programme gerne von der Wirtschaft angenommen werden.

Die Förderinvestitionen des österreichischen Staates in erneuerbare Energien stellen jedoch nur einen „Tropfen auf den heißen Stein“ dar. Will man in Zukunft ernsthaft CO2 reduzieren und sich vom Kauf von CO2-Zertifikaten bzw. Strafzahlungen lösen, muss noch mehr als bisher getan werden.

Obwohl aufgrund eines international günstigen CO2 Preises sich die prognostizierten Zahlungen für den Kauf von CO2-Zertifakten am Ende der Kyoto-Periode 2008 – 2012 noch einmal um 40% auf 600 Millionen reduzieren konnten, fließt dieses Geld und damit das Know-How ungehindert und ohne jegliche Nutzen für die heimische Wirtschaft ab.

Josef Plank, Präsident des EEÖ: “Es ist richtig,  dass es für das globale Klima egal ist, in welchem Staat Österreich seinen CO2 Ausstoß reduziert. Für die heimische Wirtschaft ist es aber keineswegs egal, wenn Geld der österreichischen Steuerzahlen  für Investitionen im Ausland verwendet wird. Ganz im Gegenteil: Während heimische Unternehmen im erneuerbaren Energie-Sektor tolles Know-How aufbauen konnten, werden mit diesem Geld  klimaschutzrelevante Technologien im Ausland statt in Österreich entwickelt. Und das schwächt Österreich nachhaltig! “

Plank weiter: „600 Millionen Euro sind zwar weniger als erwartet, aber hätte man schon bisher stärker in die heimischen Erneuerbaren investiert, könnte man auch hierzulande zig-Millionen Tonnen CO2 zusätzlich einsparen und hätte einen enormer Kaufkraftabfluss von mehreren hundert Millionen Euro vermeiden!“

Daher kann es in Zukunft nur eine Devise geben: Investitionen im Klimabereich sollten zuallererst im Inland getätigt werden. Denn ein zu hoher CO­2-Ausstoss schadet nicht  nur dem Klima, sondern auch der heimischen Wirtschaft.

Der EEÖ appelliert daher an die Bundesregierung, die bevorstehende Umsetzung des Klimaschutzgesetzes und das neue Energieeffizienzgesetz ganz konkret darauf auszurichten, sodass Investitionen in heimische erneuerbare Energieträger und in Energieeffizienzmaßnahmen wesentlich erleichtert werden.

Über den Dachverband Erneuerbare Energie Österreich
EEÖ ist der Zusammenschluss der wichtigsten Akteure aller Sektoren im Bereich nachhaltiger Energien. Das zentrale Ziel von EEÖ ist es, die Energieversorgung in Österreich mittelfristig auf erneuerbare Energiequellen umzustellen und langfristige Rahmenbedingungen zum Ausbau erneuerbarer Energiequellen zu schaffen. Durch die Bündelung der Kompetenzen soll EEÖ zur Innovationsdrehscheibe der österreichischen Energiepolitik werden. Gründungsorganisationen des EEÖ sind: IG Windkraft, Kleinwasserkraft Österreich, Oesterreichs Energie, Photovoltaic Austria, Austria Solar, Österreichischer Biomasse-Verband,  ARGE Kompost und Biogas und  pro pellets Austria.

Quelle:
EEÖ

Letzte Änderung amMontag, 16 April 2012 10:08

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