Freihandelsabkommen zwischen EU und USA - Gewinner: Großkonzerne, Verlierer: Klein- und Sub- Unternehmer und der Konsument

Genfood erreicht Europa - per Gesetz!

Der Verbraucherschutz hierzulande wird oft kritisiert - und das sicherlich nicht zu Unrecht. Jahr für Jahr erblickt ein neuer Lebensmittelskandal das Licht der Medienwelt. Von Schweinepest über BSE bis hin zu Huftierfleisch. Doch trotz der unumstrittenen Tatsache, dass unsere Lebensmittel (vor allem Fleisch) durch Profitgier immer ungesünder werden, konnte man sich im globalen Vergleich hierzulande noch relativ sicher fühlen was die Nahrungsqualität betrifft. Doch dies wird sich wohl jedoch bald ändern..

Grund hierfür ist das geplante Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA. In den Mainstream-Medien wurde dieser neue Schritt, hin zur politischen und wirtschaftlichen Zentralität flächendeckend positiv bewertet. "Gut für den gemeinsamen Weg" oder "Wichtig für die Stärkung am globalen Markt", so die einheitlichen TV-Slogans zu diesem Thema. Doch wer profitiert eigentlich am meisten vom gefühlt 50. europäisch-amerikanischen Abkommen?

Dirk Müller erklärt, wieso die Freihandelszone den Verbraucherschutz bedroht. Zum Video

Die Gewinner

 

Sieger in diesem wirtschaftspolitischen Annäherungsprozess sind in erster Linie große Konzerne - Verlierer Klein- und Subunternehmer. Durch die Neuregelung erhalten große Unternehmen nun die Möglichkeit, ihre Nahrungsmittelproduktion an amerikanische Verhältnisse anzupassen. Werden Produzenten wie aktuell beispielsweise beim Pferdefleischskandal dabei entlarvt, gesetzliche Normen missachtet zu haben, können sie durch den Staat ab nun nicht mehr so einfach eingeschränkt werden. Deutschland könnte sich dann beispielsweise rasch vor einem internationalen Schiedsgericht wiederfinden, da die Maßnahmen zum Schutz von Bürgern die Profite von Großkonzernen beeinflussen würden. Jene werden hierbei also ausschließlich gestärkt - Schwarz/Gelbe Klientelpolitik lässt grüßen.

Genau diese möglichen Gewinne sind es auch, welche Unternehmen wie z.B. Monsanto in den USA dazu verleiten, durch Genmanipulationen und den Einsatz von Toxiden flächendeckend immer mehr verseuchte Nahrungsmittel in den Markt zu pumpen. "Die Bundesregierung möchte gegen den erklärten Willen der Bevölkerung den Verbraucherschutz aushebeln und Konzernen wie Monsanto in Europa zum Durchbruch verhelfen", erklärt Harald Nestler, Vorstand des Umweltinstituts München. "Eine Freihandelszone ohne Schutz vor unkontrollierbaren Risikotechnologien, wie der Gentechnik, ist indiskutabel", so Nestler weiter.

Die Idiotie
Wie viel beispielsweise Monsanto daran liegt, die eigens angewandten Verfahren und Toxide unter Verschluss zu halten, zeigte eine Volksabstimmung in Kalifornien. Die Bürger entschieden darüber, ob genmanipulierte Lebensmittel auf den Verpackungen entsprechend gekennzeichnet werden müssen. U.a. mit der Unterstützung des Bayer-Konzerns und vielen Million US-Dollar gelang es Monsanto, 58 % der Bevölkerung davon zu überzeugen, gegen die Kennzeichnungspflicht zu stimmen - Das Land der unbegrenzten Idiotie.

Zugegeben, dass die neue Freihandelszone primär Wirtschaftsinteressen dient, verrät schon die Bezeichnung - insofern also nicht einmal verwerflich. Selbst die amerikanische Welle in Europa, bestehend aus McDonalds, Trash-TV, Starbucks und zig weiteren 'wert'losen konsumkapitalistischen Erscheinungen ist noch gerade zu verkraften. Sich nun jedoch auch den katastrophalen Lebensmittelbedingungen der 'Stars&Stripes' unterwerfen zu müssen, stellt den nächsten EU-Skandal unserer Zeit dar - Trinkwasser lässt grüßen.


Quelle:
www.maerchenrepublik.net

Letzte Änderung amDienstag, 28 Mai 2013 14:14

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Nach oben

Bio Newsletter

captcha

Mitgliedschaft & Werbung

Folge uns

Netzwerk