Weißt du, wer dein T-Shirt näht?

Sabinas Hände nähen Kleidung für den Export. Foto: Miguel Dieterich Sabinas Hände nähen Kleidung für den Export. Foto: Miguel Dieterich

Etwa acht Millionen Hände produzieren in Bangladesch Kleidung für den Export – oft unter widrigsten Bedingungen. Zwei davon gehören der 17-Jährigen Sabina.

Tag für Tag näht sie Kleidungsstücke, die wir in Europa tragen. Oft arbeitet sie zehn bis zwölf Stunden täglich. CARE hat Sabina begleitet – in die Arbeit, nach Hause in einen Slum von Dhaka und in ihr Heimatdorf. Die Filmdokumentation „The hands that sew your shirt“ erzählt Sabinas Geschichte.

Am 12. Juni 2013 hatte der Film im Urania Kino in Wien Premiere. Ab September ist der Film in ausgewählten Programmkinos
in den Landeshauptstädten zu sehen.

Zum Trailer: http://www.youtube.com/watch?v=W-cCgXjCtKk

Erst vor kurzem starben bei einem Brand bzw. Einsturz von Textilfabriken in Bangladesch über 900 Menschen, siehe dazu einen Standard-Artikel.
Der deutsche Musiker Danijel Zambo widmete diesen Nähereinnen einen Song und zeigt erschreckende Bildern der Katastrophe: http://www.youtube.com/watch?v=aVa5ZlIS3zc

biologisch.at-Tipp:
In unserem Bio-Verzeichnis findest du viele Biomode-Anbieter. Außerdem können alte Kleidungsstücke neu kombiniert oder einfach umgenäht werden und auch in Secondhandshops findet man viele schöne & gute Sachen.

CARE hilft in Bangladesch mit dem Solidaritätsprojekt SEEMA (Solidarity and Empowerment through Education, Motivation and Awareness). In Zusammenarbeit mit lokalen Partnern werden 1.500 Textilarbeiterinnen aus Dhaka unterstützt. In Schulungen und Kursen lernen die Frauen, wie sie den Kreislauf aus Armut und Diskriminierung durchbrechen können.

Aufstieg und Chancen

Durch das SEEMA-Projekt von CARE erhalten viele Frauen erstmals Zugang zu Bildung. In 60 Solidaritätsgruppen werden wöchentliche Treffen angeboten. Die Frauen lernen lesen, schreiben und rechnen. Sie entwickeln Kommunikations- und Verhandlungsfähigkeiten und diskutieren über Frauen- und Arbeitsrechte.

Ein Beispiel für den praktischen Nutzen des CARE-Trainings: Wenn die Beschäftigten in Textilfabriken in der Lage sind, ihre Arbeitszeit zu dokumentieren und den ihnen zustehenden Lohn auszurechnen, haben sie mehr Chancen, zu ihrem Recht zu kommen.

In ihrem Arbeitsalltag erleben Textilarbeiterinnen sehr häufig willkürliche Entlassungen und Diskriminierung. Nach Mindestlohn wird nur die Hälfte bezahlt. Das CARE-Projekt sensibilisiert auch Behörden und Unternehmen für die prekäre Lage der Frauen.

Sabina hilft ihrer Familie

SEEMA ermöglicht Frauen wie Sabina Bildung und berufliche Chancen. „Dank der Hilfe von CARE nehme ich jetzt an einem Nähkurs teil“, erzählt die junge Frau. „So kann ich von der Hilfsarbeiterin zur Näherin aufsteigen und mehr Geld verdienen. Damit kann ich meine Familie in meinem Heimatdorf viel besser unterstützen.“

Mehr Informationen zum Film "The hands that sew your shirt" findest du hier.

Quelle & weitere Infos:
www.care.at

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 13 Juni 2013 07:01

Kommentare   

0 #1 ingriud gumpelmaier-grandl 2013-06-12 15:13
oh ja, das weiß ich! es sind meine Partnerinnen in der kleinen schneiderei in kathmandu,die ich ende Juni wieder besuche,damit wir die nächsten Kollektionen entwerfen und neue bio-baumwolle einkaufen!!! liebe grüße ingrid http://www.fairytale-fashion.at
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