In Brasilien wurde Notstand ausgerufen: Invasion von pestizidresistenten Insekten auf Soja-, Mais- und Baumwollfeldern

Immer mehr europäische Unternehmen beziehen Futtermittel aus Brasilien. Immer mehr europäische Unternehmen beziehen Futtermittel aus Brasilien.

Die Natur schlägt zurück: Trotz Gentechnik und zusätzlicher Giftbehandlung breiten sich Schädlinge aus.

In Brasilien werden vor allem gentechnisch veränderte Soja-, Mais- und Baumwollpflanzen angebaut. Diese sind resistent gegen Herbizide oder sondern ein eigenes Gift ab, um Insekten zu töten. Die Zielorganismen, beispielsweise die Raupen des Baumwoll-Kapselbohrers, haben sich vielerorts aber über die Jahre an das Gift gewöhnt. Nun kommt noch ein neuer Schädling - die Baumwoll-Kapseleule - dazu, auf die die Saatgutkonzerne ihre Gentechnik-Pflanzen noch nicht ausgerichtet haben. Die Bauern verwendeten deshalb wieder Insektizide. Doch auch die zusätzliche Giftbehandlung blieb anscheinend erfolglos ...

Brasilien produziert große Mengen an Soja und Mais – die Ernte wird größtenteils nach Asien und Europa exportiert und an Tiere verfüttert. Laut der gentechnikfreundlichen Organisation ISAAA war letztes Jahr 88 Prozent des Sojas und Wintermaises gentechnisch verändert, bei Sommermais 62 Prozent. Allerdings beziehen immer mehr Unternehmen aus Europa auch konventionelle Futtermittel aus dem südamerikanischen Land.

Für zwei Bundesstaaten in Brasilien hat das Landwirtschaftsministerium am Montag den Notstand ausgerufen. Und dann gibt es noch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, sie ist der Auffassung: Der gentechnisch veränderte Mais MON863 ist sicher...

Quellen:

http://netzfrauen.org/2013/11/21/die-natur-schlaegt-zurueck-pestizid-resistente-insekten-kehren-zurueck-brasilien-ruft-notstand-aus/

http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/28387.html

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 21 November 2013 11:36

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