Online-Petition gegen Ausbeutung in der Computerindustrie

Online-Petition gegen Ausbeutung in der Computerindustrie

Elektronikhersteller Foxconn lässt nach Suizidwelle Mitarbeiter Selbstmord-Verzichtserklärungen unterschreiben.

Nach der Suizidwelle unter den Beschäftigten will der Elektronikhersteller Foxconn laut chinesischen Presseberichten mit schriftlichen Selbstmord-Verzichtserklärungen und Netzen auf dem Firmendach weitere Todesstürze verhindern. Seit Beginn des Jahres haben sich bei dem taiwanesischen Hersteller, der für Weltkonzerne wie Apple, Hewlett-Packard, Dell, Sony und Nokia produziert, bereits zehn Arbeiter das Leben genommen. Arbeitsrechtsorganisationen machen den hohen Druck bei gleichzeitig schlechter Bezahlung verantwortlich. Mehr dazu auf ORF FUTUREZONE

Mach mit bei der Online-Petition „Buy IT Fair“

{mosimage}Die Südwind-Kampagne Clean-IT fordert nun mit einer europaweiten Petition Universitäten dazu auf, ihre Marktmacht zu nutzen, um bessere Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Computern einzufordern und reagiert damit auf die jüngsten Skandale bei Foxconn. „Foxconn ist jedoch kein Einzelfall“, betont Andrea Ben Lassoued, die Leiterin der Kampagne Clean-IT. „Der Großteil der in Europa gekauften Elektronikprodukte wird in Billiglohnländern unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt.“

Bei der Veränderung dieser Zustände sieht die Kampagne Clean-IT der entwicklungspolitischen Organisation Südwind öffentliche Einrichtungen in einer Schlüsselposition. Denn: Bereits jeder fünfte Computer wird in Europa von öffentlichen Einrichtungen gekauft. „Wenn öffentliche Einrichtungen, wie Universitäten und Fachhochschulen, soziale Kriterien beim Einkauf beachten, können sie damit einen entscheidenden Beitrag zur Armutsminderung und für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen weltweit leisten“, so Andrea Ben Lassoued.
Positive Beispiele gäben hier die neuen Ausschreibungen der Stadt Zürich, aber auch viel versprechende Entwicklungen in anderen europäischen Städten oder Ländern. Die meisten öffentlichen Einrichtungen berücksichtigten bislang jedoch bei IT-Ausschreibungen immer noch ausschließlich technische Kriterien. Clean-IT hat deshalb den „Buy IT fair“-Leitfaden entwickelt, der soziale und ökologische Kriterien im gesamten Beschaffungsprozess von Computern berücksichtigt.

Mit der Online-Petition „Buy IT Fair“ sollen Universitäten und Fachhochschulen nun dazu bewegt werden, diese in ihre Ausschreibungen einfließen zu lassen und ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden.

Quellen:
www.suedwind-agentur.at
www.clean-it.at
futurezone.orf.at

Elektronikhersteller Foxconn lässt nach Suizidwelle Mitarbeiter Selbstmord-Verzichtserklärungen unterschreiben.

Nach der Suizidwelle unter den Beschäftigten will der Elektronikhersteller Foxconn laut chinesischen Presseberichten mit schriftlichen Selbstmord-Verzichtserklärungen und Netzen auf dem Firmendach weitere Todesstürze verhindern. Seit Beginn des Jahres haben sich bei dem taiwanesischen Hersteller, der für Weltkonzerne wie Apple, Hewlett-Packard, Dell, Sony und Nokia produziert, bereits zehn Arbeiter das Leben genommen. Arbeitsrechtsorganisationen machen den hohen Druck bei gleichzeitig schlechter Bezahlung verantwortlich. Mehr dazu auf ORF FUTUREZONE

Mach mit bei der Online-Petition „Buy IT Fair“

 

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Die Südwind-Kampagne Clean-IT fordert nun mit einer europaweiten Petition Universitäten dazu auf, ihre Marktmacht zu nutzen, um bessere Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Computern einzufordern und reagiert damit auf die jüngsten Skandale bei Foxconn. „Foxconn ist jedoch kein Einzelfall“, betont Andrea Ben Lassoued, die Leiterin der Kampagne Clean-IT. „Der Großteil der in Europa gekauften Elektronikprodukte wird in Billiglohnländern unter menschenunwürdigen Bedingungen hergestellt.“

Bei der Veränderung dieser Zustände sieht die Kampagne Clean-IT der entwicklungspolitischen Organisation Südwind öffentliche Einrichtungen in einer Schlüsselposition. Denn: Bereits jeder fünfte Computer wird in Europa von öffentlichen Einrichtungen gekauft. „Wenn öffentliche Einrichtungen, wie Universitäten und Fachhochschulen, soziale Kriterien beim Einkauf beachten, können sie damit einen entscheidenden Beitrag zur Armutsminderung und für die Verbesserung von Arbeitsbedingungen weltweit leisten“, so Andrea Ben Lassoued.
Positive Beispiele gäben hier die neuen Ausschreibungen der Stadt Zürich, aber auch viel versprechende Entwicklungen in anderen europäischen Städten oder Ländern. Die meisten öffentlichen Einrichtungen berücksichtigten bislang jedoch bei IT-Ausschreibungen immer noch ausschließlich technische Kriterien. Clean-IT hat deshalb den „Buy IT fair“-Leitfaden entwickelt, der soziale und ökologische Kriterien im gesamten Beschaffungsprozess von Computern berücksichtigt.

Mit der Online-Petition „Buy IT Fair“ unter sollen Universitäten und Fachhochschulen nun dazu bewegt werden, diese in ihre Ausschreibungen einfließen zu lassen und ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden.

Quellen:
www.suedwind-agentur.at
www.clean-it.at
futurezone.orf.at
Letzte Änderung amSamstag, 03 Juli 2010 10:17

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