Die Tessmann Saga - Der Ökotourismus-Pionier feiert 80. Geburtstag

Ilmar Tessmann mit Bruno Kreisky Ilmar Tessmann mit Bruno Kreisky

Mag. Ilmar Tessmann - Enthusiast mit dem Auftrag zu verwandeln und damit uns zu helfen.

Wenn man die Biografie von Mag. Ilmar Tessmann senior liest, dann gleicht diese einem Hollywoodromanstoff. Hier geht's zur Tessmann-Story im Detail.

Geboren am 8. Feber 1931 in Prag, an einem Sonntag, hineingeboren in ein zweisprachiges Tschechien. Schon die Großeltern waren persönliche Forstmeister der Fürsten Metternich in der Nähe von Karlsbad. Der Vater war Prokurist bei Gestetner und man lebte gut - ein Haus in Prag, ein Ferienhaus in Mnischek 50 km südlich von Prag sowie 3 ha Grund bei Karlsbad. Kurz nach Kriegsende wurde die Familie von Kommunisten aus dem Haus vertrieben und in verschiedene Lager gesteckt. Ein halbwüchsiger Tscheche hätte Ilmar beinahe wegen einer Spielzeugpistole erschossen, ein Russe rettete ihm das Leben. Er mußte im Lager Leichen wegschleppen. Es war eine schreckliche Zeit. Da Ilmars Vater gebürtiger Wiener war, konnte eine Ausreise nach Wien erreicht werden. Da man noch Wertgegenstände aus dem Haus mitnehmen wollte, wurde der Vater wieder verhaftet, mißhandelt und verstarb nach schwerer Krankheit.

 

In Wien wuchs Ilmar dann mit seiner Schwester und Mutter als Halbwaise auf. Nach schulischen Ausbildungen - vor allem in der Obst- und Gartenbauschule Klosterneuburg - entschied Ilmar, Seelsorger zu werden. Zuerst in den Flüchtlingslagern in Simmering und Ottakring, später im Ordinariat Wien, dann als Kurat in der Domkirche bzw. 1966 von Erzbischof Franciscus. Kardinal König ernennt Tessmann zum Pfarrer St. Anton am Flugfeld in Wiener Neustadt. Das war eine sehr große Arbeitersiedlung. Ilmar verstand es, die Nöte der Arbeiter zu erkennen und mitzuleben. Selbst arbeitete er im Radiatorenwerk während seines Sommerurlaubs und als man das Raxwerk schließen wollte, heulten als Protest die Sirenen der Gewerkschaft und der "rote" Pfarrer Tessmann läutete dann ebenfalls die Glocken.

 

Im Pfarrheim wurde dann auch Bruno Kreisky zur Diskussion "Religion und Sozialismus" eingeladen, eine bis heute legendäre Veranstaltung. Und wiederum drehte sich das Leben von Ilmar um 180 Grad. Er lernte die Liebe seines Lebens kennen und ließ sich von der Lohnliste der römisch katholischen Kirche streichen. Mit der Heirat mit Rosalinde begann ein neuer Lebensabschnitt - die Geburt der Söhne Ilmar junior und Noe, zuerst in Kolbnitz, dann Graz, später Mödling bei Wien. Der Aufstieg kam bei der Firma Cordis, ein USamerikanischer Konzern für Herzschrittmacher. Durch sein Einfühlungsvermögen und seine Sprachkenntnisse war er der beste Verkäufer und war für den Ostblock - Rußland, Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien etc. - zuständig. Mit dem verdienten Geld konnte in Kärnten ein Traum verwirklicht werden - ein eigenes Hotel, das Biolandhaus Arche, 1. Biohotel Kärntens.

Der Bau des Hotels schien anfangs einfach, aber es zu füllen etwas schwieriger. Jedoch mit viel Fleiß, Gottvertrauen und persönlichem Einsatz wurde die Bio Arche heute zur Erfolgsstory. Jetzt in der Pension findet Ilmar senior Zeit für sein Hobby, die Entstörung der Straßen. Unter DI Franz Lückler war Mag. Ilmar Tessmann offiziell beauftragter Rutengeher zur Entstörung von Unfallhäufungspunkten. Die Straßenstücke, die Ilmar entstörte, hatten 1998 1263 Unfälle, heute nur 532. Also auch die harten Fakten geben ihm hier Recht. Heut noch ist Mag. Tessmann Strahlungsbeauftragter der NÖ Landesregierung, vor allem werden die Unfallhäufungspunkte auch in Verbindung mit Sendemasten untersucht. Das ist ein ganz wichtiger Auftrag im Rahmen der Volksgesundheit. Kärntens bekanntester Rutengeher ist aber auch in seiner alten Heimat aktiv. Er hat Massengräber nördlich von Prag entdeckt, und hofft, dass die Geschichte auch im heutigen Tschechien für Gerechtigkeit sorgen wird.

Die Visionen von Mag. Ilmar Tessmann senior sind, dass sein Wissen zur Vorbeugung von Unfällen weitergetragen wird und fixer Bestandteil der Unfallvermeidung bleibt. Weiters sollten Solidargutscheine, wie eine Art Börse, von Staat gehandelt werden, wo ehrenamtliche Leistungen gegen Vorschriftsübertretungsgelder ausgeglichen werden können. Außerdem soll nie wieder jemand wegen Muttersprache, Religion oder Hautfarbe getötet werden und es sollen die Kraftplätze Kärntens insbesonders der Norischen Region hochgehalten und der Jugend vermittelt werden.

Ilmar Tessmann - eine charismatische, energische und freundlich auftretetende Persönlichkeit, deren leise Stimme nicht so recht zu den starken und tatkräftigen Schultern passen will, begegnet Kritik  mit einer Mischung aus Gelassenheit, Optimismus und tiefer Überzeugung, gepaart mit einer Portion Sturheit.

Wir wünschen ihm noch viele Jahre Gesundheit und Erfolg und sacerdos in aeternum  - als Enthusiast bleibt der Auftrag zu verwandeln und damit uns zu helfen.

Aussender & weitere Infos:

Ilmar Tessmann - Biolandhaus Arche

Tessmann KG, Vollwertweg 1a
9372  Eberstein, 0043 4264 8120

Das biologisch.at-Team schließt sich den Glückwünschen an und schätzt Ilmar Tessmanns Pionierarbeit und seinen Einsatz für das Allgemeinwohl!


Letzte Änderung amMontag, 18 April 2011 11:11

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