Mexiko: Gentechnik-Mais-Verbot

Mexiko: Gentechnik-Mais-Verbot

Erste Bundesländer in Mexiko verbieten Gentechnik-Mais.

In den Bundesstaaten Tlaxcala sowie Michoacán in Mexiko wurde der Einsatz von gentechnisch verändertem Mais-Saatgut gesetzlich verboten. In den kürzlich verabschiedeten Gesetzen wird der Mais als Grundnahrungsmittel und Kulturerbe unter besonderen Schutz gestellt. Dies ist ein wichtiges Zeichen für das ganze Land, denn alleine in diesen beiden Bundesstaaten wird ein Drittel allen Maises produziert. Mexiko ist die Wiege der Mais-Pflanze und birgt mit Tausenden über Jahrhunderte gezüchteten Sorten die größte Vielfalt dieser Kulturpflanze. 1998 erließ die mexikanische Regierung ein Anbaumoratorium für gentechnisch veränderten Mais, das am 6. März 2009 trotz zahlreicher Proteste auslief. Seitdem ist in bestimmten Regionen von Mexiko der Versuchsanbau mit gentechnisch veränderten Mais-Pflanzen unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Da es immer wieder zu ungewollter Verunreinigung von Saatgut kommt, ist das erwirkte Verbot von Gentechnik-Mais ein großer Erfolg. Vier Jahre lang hat die Initiative 'Grupo Vicente Guerrero' hartnäckig daran gearbeitet.

Quelle:
www.keine-gentechnik.de

    * Grupo Vicente Guerrero: Hintergrundinformationen auf spanisch zum Verbot von Gentechnik-Mais in Tlaxcala
    * Semillas y Salud: Dos estados Mejicanos han prohibido el maiz transgenico

22.03.2011 | permalink
Europäisches Patentamt erteilt weiterhin fragwürdige Patente
Stoppt Patente auf Leben! Demo-Aktion Infoticker Stoppt Patente auf Leben! Infodienst-Aktion auf der Agrar-Demo in Berlin am 22.1.2011.

Die Initiative "No Patents on Seeds" schlägt Alarm: Das Europäische Patentamt will weiterhin Patente auf konventionell gezüchtete Pflanzen und daraus hergestellte Lebensmittel erteilen. Dies geht aus einer Recherche hervor, die die Initiative jetzt veröffentlichte. Sie zeigt, dass das Patentamt beabsichtigt, der Firma Monsanto ein Patent zu erteilen, in dem es um eine normal gezüchtete Tomate geht. Allein die Tatsache, dass die Tomate weniger Kerne produziert, soll als Erfindung gelten. "Wenn die Entwicklung am Europäischen Patentamt so weitergeht, wird es in ein paar Jahren kaum noch patentfreies Saatgut geben", sagt Christoph Then, Sprecher der Initiative. „Konzerne wie Monsanto, Syngenta und Dupont werden dann in Europa darüber bestimmen, was angebaut wird, welche Lebensmittel in den Handel kommen und was sie kosten." Im Dezember hatte das Patentamt noch entschieden, dass Verfahren zur Züchtung von Pflanzen und Tieren grundsätzlich nicht patentierbar sind. Doch offensichtlich gilt dies für die daraus entstehenden Produkte wie Pflanzen, Saatgut und Lebensmittel nicht. Die Initiative hat nun einen offenen Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlaments und die Europäische Kommission verfasst. Auch Sie können unterzeichnen!

    * no patents on seeds: Neues Tomaten-Patent für Monsanto?
    * Infodienst: Hintergrund Patente in der Landwirtschaft
    * no patents on seeds: Offener Brief an die Mitglieder des Europäischen Parlamentes und die Europäische Kommission
    * No Patents on Seeds: Report: Das Saatgutkartell auf dem Vormarsch

22.03.2011 | permalink
Erneut Millionenstrafe für Bayer wegen Gentech-Reis-Skandal
Reiskörner Der Gentechnik-Reis LL62 von Bayer Crop Science ist gegen das hauseigene Spritzmittel Glufosinat resistent. ©Fotograf: Christian Seidel, www.pixelio.de

Der Bayer-Konzern ist zu einer Strafe von 136 Millionen US-Dollar verurteilt worden. 11,8 Millionen gehen an die Reismühle Riceland Foods. Zusätzliche 125 Millionen müssen als Strafgeld gezahlt werden wegen besonders rücksichtslosem Verhalten. Zu der Verunreinigung kam es 2006, als der Gentechnik-Reis von Bayer Crop Science LL 601 in Langkornreis entdeckt wurde. Der LL601 wurde zuvor zu Versuchszwecken angebaut. Amerikanische Reis-Bauern blieben daraufhin auf ihrem Reis sitzen, weil der Reis nicht als Lebensmittel zugelassen war und Europa und Japan Einfuhrsperren verhängten. Auch in den vergangenen Jahren gab es bereits Urteile, in denen Bayer zu Millionen-Strafen verurteilt wurde. So bekamen im April letzten Jahres 12 Bauern Recht, die Schadensersatz forderten.

    * SPIEGEL ONLINE: US-Gericht verurteilt Bayer zu Millionenzahlung
    * transkript: 136 Mio. US-$ Strafe für Bayer
    * Save Our Seeds: Bayer: 50 Million Dollar Strafe für Gentechnik-Reis

21.03.2011 | permalink
Agro-Gentechnik fördert die Ausbreitung von Superunkräutern
Pestizide Seit der Einführung der Gentechnik ist der Pestizidverbrauch in den USA deutlich angestiegen.

Laut einer Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der SPD-Bundestagsfraktion fördert der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen die Ausbreitung von sogenannten Superunkräutern. Besonders in den USA, wo der Anbau von Gentechnik-Pflanzen weit verbreitet ist, haben Landwirte mit herbizidresistenten Unkräutern zu kämpfen, gegen die Ackergifte nicht mehr helfen. Die Folge seien steigende Kosten für die Unkrautbekämpfung durch einen vermehrten Einsatz von Chemikalien und das Unkraut jäten per Hand. 2008 war der Einsatz von Planzenschutzmitteln in den USA bei gentechnisch veränderten Kulturen deutlich höher als bei konventionell angebauten Kulturen, so die Bundesregierung. Auch in Deutschland nehme die Resistenz-Entwicklung zu, sei jedoch noch nicht dramatisch, weil eine ausreichende Fruchtfolge praktiziert wird und kaum herbizidresistente gentechnisch veränderte Pflanzen angebaut werden. Die deutsche KWS-Saat AG setzt jedoch auf gentechnisch veränderte Zuckerrüben. Diese Woche beginnen Versuchsfreisetzungen an zwei Standorten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

    * spdfraktion.de: Superunkräuter - Grüne Gentechnik verschärft Problematik
    * Infodienst Gentechnik: Anbaupraxis USA: Benbrook-Studie

18.03.2011 | permalink
Protest erfolgreich: Bundesrat stoppt Gentechnik im Saatgut
Bundesrat-Saatgut-Aktion Aktion heute morgen vor dem Bundesrat: Dort wurden 65.000 Unterschriften an die Ministerpräsidenten übergeben.

Der Protest hat gewirkt: Der Antrag zur Aufhebung der Null-Toleranz im Saatgut wurde heute im Bundesrat mehrheitlich abgelehnt. Noch am 28. Februar wurde der Antrag der Länder Niedersachsen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein im Agrarausschuss des Bundesrates einstimmig beschlossen. Der daraufhin ausbrechende Protest auf der Straße und im Internet bewegte schon vor dem Bundesrat-Plenum heute mehrere Ministerpräsidenten der Bundesländer dazu, sich klar für die Null-Toleranz von Gentechnik im Saatgut zu positionieren. 65.000 Unterschriften wurden gesammelt, die den Ländervertretern heute morgen bei einer Aktion vor dem Bundesrat übergeben wurden. „Diese krachende Niederlage für die Gentechnik-Lobby ist der Erfolg massiven Engagements von Bürgerinnen und Bürgern in den vergangenen Tagen“, so Astrid Goltz vom Kampagnen-Netzwerk Campact. "Ein guter Tag für die gentechnikfreie Landwirtschaft und Ernährung!" freute sich Benedikt Härlin von der Initiative Save Our Seeds, die zusammen mit Campact den Protest organisierte. Unterstützt wurden sie von einem breiten Bündnis von Organisationen, das sich für die absolute Reinhaltung von Saatgut einsetzt und das Verursacherprinzip bei Kosten fordert, die durch jegliche Verunreinigungen mit Saatgut entstehen.

    * SOS, Campact: Protest erfolgreich: Bundesrat stoppt Gentechnik im Saatgut
    * Save Our Seeds: Aktuelle Meldungen zur Gentechnik-Saatgut-Entscheidung im Bundesrat
    * SOS: Bundesrats-Initiative zur Gentechnik im Saatgut
    * sueddeutsche.de: Haftungsfrage: Verbotene Körner
    * tazblogs: Save Our Seeds – Happy hour – grosse Nullrunde

18.03.2011 | permalink
Bundesrat entscheidet heute über Null-Toleranz im Saatgut
Saatgut-Aktion vor dem Bundesrat Saatgut-Aktion vor dem Bundesrat

Die Landesregierungschefs stimmen heute im Bundesrat über den Antrag Niedersachsens, Baden-Württembergs und Schleswig-Holsteins ab, der eine Aufhebung des strikten Reinheitsgebots von Saatgut vorsieht. Deshalb kamen heute morgen ca. 70 Aktivisten vor dem Bundesrats-Gebäude zusammen, um das letzte Mal an die Ministerpräsidenten zu appellieren, für die Reinhaltung des Saatguts zu stimmen. Bereits die Woche über hatten Initiativen in den Landeshauptstädten demonstriert und versucht, ihre Regierungen zu einem Statement für die Beibehaltung der Null-Toleranz von Gentechnik im Saatgut zu bringen. Nach Bremen, Brandenburg und Hessen gaben gestern auch die Regierungen in Hamburg und Bayern zu verstehen, dass sie gegen den Antrag stimmen werden. Die Entscheidung des Bundesrates heute Mittag wird mit Spannung erwartet.

    * Save Our Seeds: Aktuelle Meldungen zur Gentechnik-Saatgut-Entscheidung im Bundesrat
    * Informationsdienst Gentechnik: Saatgutaktion
    * SÜDWEST PRESSE: "Mappus will Gentechnik"

17.03.2011 | permalink
Aigner für neue Gentech-Zulassungen
Mais Comic Die Risikobewertung von Gentechnik-Pflanzen in der EU ist unzureichend.

Die EU-Agrarminister konnten sich heute nicht über die Zulassung von drei neuen Gentechnik-Pflanzen einigen. Nun kann die EU-Kommission entscheiden, die bisher die Zulassung stets erteilte. Die deutsche Agrarministerin Ilse Aigner hatte für die Marktzulassung der sogenannten stacked-event Maissorte MON 89034 x MON 88017 von Monsanto mit sieben verschiedenen Gentech-Eigenschaften, die Bt-Baumwolle GHB614 der Bayer AG und die Erneuerung der Zulassung der Bt-Maisdsorte 1507 von Pioneer gestimmt.

    * testbiotech: EU about to approve genetically engineered maize with potential health risk
    * taz.de: EU vor Zulassung von drei Gentechpflanzen

17.03.2011 | permalink
Gentechnik-Funde in NRW: Es gilt die Null-Toleranz
Saatgut-Demo in Bremen Saatgut-Demo in Bremen mit Erfolg: Bremen wird am Freitag gegen den Antrag stimmen. Foto: Renate Richter

Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium teilt mit, dass bei Stichproben gentechnisch verunreinigtes Mais-Saatgut in Importen gefunden wurde. Die Lieferungen wurden gesperrt und dürfen nicht verkauft und auf die Felder ausgebracht werden. „Die Mehrzahl der Verbraucherinnen und Verbraucher lehnt gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Wir kontrollieren in Nordrhein-Westfalen, dass auch bei den Importen das Reinheitsgebot eingehalten wird. Es ist richtig, dass hier die Nulltoleranz gilt“, sagte Verbraucherschutzminister Johannes Remmel. „Das Land hat richtig gehandelt. Das Reinheitsgebot beim Saatgut muss ohne Wenn und Aber bestehen bleiben. Wir warnen daher die Bundesländer davor, im Bundesrat morgen die Nulltoleranz gegenüber Gentechnik-Verunreinigungen im Saatgut aufzuweichen“, kommentiert Bernd Schmitz, Landesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) die Vorfälle. „Die aktuellen GVO-Funde im Mais-Saatgut sind wie schon die Funde im letzten Jahr ein Beleg dafür, dass die Gentechnik-Industrie ihre Risiko-Technologie nicht in den Griff bekommt. Weil diese so genannte „Koexistenz“ nicht funktioniert, betreiben die Gentechnik-Konzerne eine systematische Verunreinigungsstrategie“, so Schmitz.

    * AbL: Gentechnik-Funde in NRW zeigen: Saatgut muss rein bleiben
    * umwelt.nrw.de: NRW-Behörden ziehen gentechnisch verändertes Mais-Saatgut aus dem Verkehr
    * proplanta.de: NRW-Behörden ziehen gentechnisch verändertes Mais-Saatgut aus dem Verkehr

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Letzte Änderung amMontag, 28 März 2011 09:32

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