Verstrahlte Lebensmittel in Österreich gefunden

Verstrahlte Lebensmittel in Österreich gefunden

GLOBAL 2000: In Österreich fehlen Kontrolle und Information.

Stichprobentest zeigt: "Tschernobyl-Fallout noch lange nicht gegessen" - Radioaktivität nicht von AGES überwacht - Jede zusätzliche radioaktive Belastung ist gesundheitliches Risiko.

(Wien, 8. April 2011). Während aktuell über die Gefahr von radioaktiv belasteten Lebensmitteln aus Japan diskutiert wird, rückt die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 die nach wie vor bestehenden Auswirkungen der Atomkatastrophe von Tschernobyl ins Bewusstsein und kritisiert die mangelhafte Lebensmittelkontrolle. "Der Tschernobyl-Fallout ist noch lange nicht gegessen", stellt Reinhard Uhrig, Atomexperte von GLOBAL 2000 klar. "Im wahrsten Sinne des Wortes, denn unsere Stichprobe von Wildschweinfleisch zeigt eine deutliche Grenzwertüberschreitung mit radioaktivem Cäsium." Das getestete Wildschweinfleisch wies eine Radioaktivität von 1060 Becquerel/Kilogramm auf – der gesetzlich zulässige Grenzwert liegt bei 600 Bq/kg. Das Tier wurde legal in Österreich gekauft. Das Problem bei Wildschweinen ist bekannt: In Baden-Württemberg und Bayern müssen alle geschossenen Wildschweine auf Radioaktivität getestet werden – es gibt immer wieder Fälle von Überschreitungen der Messskala, d. h. von mehr als 10 000 Bq/kg. „Kontrolle und Information ist auch in Österreich notwendig. Was die österreichische AGES tut, ist aktiv desinformieren und beschwichtigen – etwa vergleichbar mit der Informationspolitik der japanischen Nuklearaufsicht wird behauptet, dass die jährlich aufgenommenen Wildfleisch- und damit Radioaktivitäts-Mengen so gering sind, dass sie ‚gesundheitlich unbedenklich‘ seien“, kritisiert Uhrig. So nachzulesen auf der AGES-Homepage, wo sogar die 10-fache Überschreitung des Grenzwerts verharmlost wird. "Einerseits erlässt der Gesetzgeber ohnehin fragwürdige Grenzwerte und andererseits werden diese dann von Bundesstellen sofort infrage gestellt und nach oben korrigiert - das ist keine Kontrolle, die Sicherheit gibt, was in Österreich auf dem Wildbretteller landet, kann radioaktiver Sondermüll sein", so Uhrig.

Mediziner warnt: Jede zusätzliche Aufnahme von Radioaktivität ist potenziell schädlich

Die Folgen von Tschernobyl haben gezeigt, dass selbst ein geringer Eintrag von Radioaktivität beim Menschen statistisch gesehen zu einer Erhöhung der Krankheitswahrscheinlichkeit führt. Diese allgemein anerkannte Lehrmeinung bestätigt auf der heutigen Pressekonferenz der Sprecher der ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt Dr. Hans-Peter Hutter: „Jede Erhöhung des Radioaktivitätseintrags ist potenziell schädlich. Bewusster Umgang mit dem Risiko und eine möglichst geringe Aufnahme von zusätzlichen radioaktiven Stoffen ist auch im Sinne der Medizin, wo für manche Behandlungen radioaktive Belastungen notwendig sind – diese zusätzliche Belastung möglichst gering zu halten ist Aufgabe von Medizin und Politik.“

Die GLOBAL 2000-Initiative www.atomausstieg.at

Das Team von atomausstieg.at bedankt sich bei den bereits 68.301 UnterstützerInnen der Petition zum weltweiten Atomausstieg. Doch bis zum 26. April 2011 (25 Jahre Tschernobyl) sollen 150.000 Unterschriften gesammeln werden. Bitte helft mit und verbreitet die Botschaft und sendet eine email an Freunde und Bekannte. atomausstieg.at hat die wichtigsten Infos fertig zusammengefasst. Einfach Empfänger-Name und Email ausfüllen und los gehts!

Aussender & weitere Infos:
GLOBAL 2000
www.atomausstieg.at

http://www.conrad.at/ce/de/overview/0601101/?insert=U3&WT.srch=1&WT.mc_id=sea_5_Werkzeug
Letzte Änderung amFreitag, 08 April 2011 13:09

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