FoodCoops: Bioparadeis, Krautkoopf, D'Speis, Fresskorb & mehr

Graz: Einkaufen mit dem "Krautkoopf" Graz: Einkaufen mit dem "Krautkoopf"

FoodCoops sind Einkaufsgemeinschaften mit folgendem Ziel: Konsum biologischer, regionaler & fair produzierter Lebensmittel.

Europaweit gibt es rund 80 (Stand 11/2011), in Österreich bis dato 10 FoodCoops, also Zusammenschlüsse von Personen und Haushalten zum gemeinsamen Einkaufen. Die Motivation dafür kann sehr unterschiedlich sein aber meist möchten jene sicher gehen, dass ihre Lebensmittel aus der Region stammen und nach ökologischen Kriterien und fairen Bedingungen für Mensch & Tier hergestellt werden.

Grundsätzliche Ziele
Das gängige Lebensmittelproduktionssystem kritisch zu hinterfragen bzw. auch zu umgehen. Anstatt im Supermarkt 1kg Biozwiebel um 2 Euro aus Ägypten zu kaufen ohne dabei über Geldflüsse, Produktionsbedingungen usw. Bescheid zu wissen, legen FoodCoops Wert darauf:

  • Nahrungsmittel möglichst direkt von den ProduzentInnen zu beziehen.
  • Saisonale und regionale Produkte zu kaufen.
  • Bio, wenn möglich biozertifiziert, ist aber nicht unbedingt notwendig, da die FoodCoops ihre Lieferanten und deren Wirtschaftsweise kennen und ihnen vertrauen.
  • Aspekte die über den "bio" Begriff hinausgehen mit in Betracht zu ziehen (Beispiele wären überflüssiges Verpackungsmaterial zu vermeiden, oder einen Blick auf Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft zu werfen oder sich zu fragen welchen Anteil von Preis der Bauer/die Bäuerin erhält)
  • Anfallende Arbeiten untereinander aufzuteilen (keine Unterscheidung in Angestellte und KonsumentInnen)
  • Die Vermeidung von überschüssiger Ware - da alles bestellt ist, muss also nichts weggeworfen werden.

Günstiger, jedoch zeitintensiver
Lebensmittel aus Bio-Anbau können so zu günstigeren Preisen bezogen werden, da die Kosten des Einzelhandels wegfallen. Allerdings muss man sich dafür auch die Zeit nehmen, denn bei den meisten FoodCoops werden alle Aufgaben wie Bestellung, Abholung, Abrechnung und Lagerverwaltung von den Mitgliedern selbst erledigt, wie auch die Finanzierung (z.B. Lagermiete) oft in Form eines geringen monatlichen Mitgliedsbeitrags. Wenn jemand nicht soviel Zeit aufbringen kann oder will, gibt es auch die Möglichkeit, einen höheren Mitgliedsbeitrag zu bezahlen. Eine weitere Variante ist jene, dass nur ein paar Personen alles organisieren, jeder (also man muss kein Vereinsmitglied sein) in einer bestimmten Zeitspanne bestellen (z.B. Fr-Mo) und ein paar Tage später die Lebensmittel vom Lager abgeholen kann. Die genaue Funktionsweise ist also von Foodcoop zu Foodcoop unterschiedlich.

Wie gründe ich eine FoodCoop?
Wenn es in deiner Nähe keine gute Möglichkeit gibt, regionale, biologische Lebensmittel zu beziehen, dann gründe doch einfach deine eigene FoodCoop! Das ist gar nicht so schwer und die FoodCoops leisten gerne Unterstützung mit ihren Kontakten und ihrem Know-How. Hier geht's zur Gründungs-Check-Liste.

FoodCoops in Österreich
In Österreich sind der biologisch.at-Redaktion 10 FoodCoops bekannt: 4 in Wien, 3 in NÖ, 2 in der Steiermark und 1 in Tirol. In unserem Bio-Verzeichnis/Bio-Lebensmittel/Einkaufsgemeinschaften - FoodCoops findet ihr die Adressen!

Video

"Was sind FoodCoops"

Audio
Radio Wien - Interview mit biologisch.at-Betreiberin Silvia Fischer zu FoodCoops


Quellen & weitere Infos:

http://foodcoops.at
http://www.bioparadeis.org
http://www.kleinezeitung.at

Letzte Änderung amDonnerstag, 07 September 2017 10:23

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