Kritik an Stanford Studie: Natürlich ist bio besser!

Biokunden übernehmen für den Zustand unserer Erde Verantwortung! Biokunden übernehmen für den Zustand unserer Erde Verantwortung!

Biolebensmittel seien nur wenig gesünder als konventionelle besagt eine in vielen Medien zitierte Stanford Studie.

"Diese Darstellung ist ebenso verkürzt wie falsch", kommentiert Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW, solche Berichte. Denn der wesentliche und für die Gesellschaft auch wichtigste Vorteil der ökologischen Landwirtschaft bestehe in der Schonung natürlicher Ressourcen wie Boden, Gewässer, Klima und Biodiversität sowie in einer artgerechten Tierhaltung. "Gesündere Lebensmittel sind der kostenlose Zusatznutzen dieser Leistungen", erläutert Löwenstein.

Gesünder sind Bio-Lebensmittel, weil sie im Vergleich zu konventionellen Lebensmitteln eine drastisch geringere Belastung mit Pestiziden und Arzneimittelrückständen aufweisen. Zu diesem Ergebnis kommen auch die Wissenschaftler aus Stanford. "Problematisch ist", so Löwenstein, "dass sie die Bedeutung dieses Befunds in unverantwortlicher Weise herunterspielen. Dies umso mehr, als die Wissenschaft noch viel zu wenig über die Wirkung von Rückständen mit mehreren Pestiziden weiß - und solche Mehrfachbelastungen findet man in konventionellen Produkten ausgesprochen häufig." Auch sei der signifikant höhere Anteil sekundärer Pflanzeninhaltsstoffe, wie beispielsweise die gesundheitsfördernden Antioxidantien, ein wichtiges Argument für Bioprodukte.

Welche Gesundheitswirkungen Bio im Vergleich zu einer Ernährung mit konventionellen Produkten tatsächlich hat, ist hingegen kaum festzustellen. Denn Studien, in denen große Probandengruppen sich über einen längeren Zeitraum ausschließlich Bio oder ausschließlich konventionell ernähren, sind kaum durchführbar - und daher hat sie nie jemand angestellt.

"Biokunden kaufen unsere Produkte ohnehin nicht nur der eigenen Gesundheit zuliebe", resümiert Löwenstein. "Mit ihrer Kaufentscheidung wollen sie für sich selbst und für den Zustand unserer Erde Verantwortung übernehmen."

Interview mit einem Bio-Bauern, der vor 30 Jahren seine Landwirtschaft auf Bio umgestellt hat über Bio-Labels, Bio-Großbetriebe und Kinderarbeit

 

Quellen:
BÖLW - Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft
taz.de

Letzte Änderung amFreitag, 07 September 2012 06:40

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