Karen Duve in ihrem Buch Anständig essen: Der Konsum ist einer der wenigen Bereiche, in denen wir direkte Macht haben.

Duve: "Gedankenlosigkeit macht Massentierhaltung erst möglich". Duve: "Gedankenlosigkeit macht Massentierhaltung erst möglich".

Für die meisten Menschen ist es sehr wichtig, welches Handy sie haben und welchen Status es ihnen verleiht. Beim Essen wird plötzlich nicht mehr darauf geachtet. Da darf es das Billigste sein", so Karen Duve im Standard-Interview mit Julia Schilly.

Die deutsche Autorin schreibt über Täuschungsmanöver der Fleischindustrie, über die Gedankenlosigkeit, die Massentierhaltung erst möglich macht und den Schmerz des Verzichts. Für ihr Buch "Anständig essen" beschäftigte sich die Vegetarierin ein Jahr lang intensiv mit dem Thema Fleischessen. Menschen, die nicht völlig auf Fleisch verzichten wollen, verurteilt sie trotzdem nicht: "Mitgefühl und Moral sind ein Ideal. Aber jede Annäherung ist eine gute Richtung." Zudem werde der Konsument durch Produzenten und Politiker zu wenig informiert, wie Fleisch wirklich produziert wird.
"Je billiger das Fleisch, umso mehr Qual steckt dahinter. Irgendwer muss zahlen: die Tiere oder die Arbeiter in den Schlachthöfen ... So ein Qualfleisch darf gar nicht erst in den Handel kommen ... Auf diese Art darf Fleisch nicht mehr hergestellt werden", fordert Autorin Karen Duve. "Es gibt eine direkte Konsumentenmacht, die man nicht unterschätzen soll." Zum gesamten Interview

biologisch.at-Tipp: Nutzt eure Macht und helft Tier- und Menschenleid zu minimieren indem ihr auf Fleisch und Tierprodukte verzichtet oder den Konsum minimiert. biologisch.at-Betreiberin Silvia Fischer: "Ich schaffe es auch (noch) nicht, ganz auf Fleisch und Tierprodukte zu verzichten, aber Step by Step komme ich dem Ziel näher :o)

  • Step 1: auf Bioqualität und Regionalität achten, dh. v.a. Fleisch, Eier etc. von Produzenten des Vertrauens beziehen. Möglich wird dies, wenn man direkt beim Bauern einkauft und die Verhältnisse vor Ort kennt, oder beim Einkauf den Bioladen oder die Foodcoop wählt. Die Motivation dieser Anbieter ist nicht, einem Trend gerecht zu werden und damit Kapital zu maximieren sondern eine Lebensphilosophie basierend auf Verstand, Gefühl & Moral. Man kennt die Betreiber der Bioläden bzw. Foodcoops und weiß, von welchen Produzenten die Lebensmittel stammen, oft werden auch Exkursionen zu den Bio-Lieferanten organisiert. Zu finden sind diese Anbieter in unserem Bio-Verzeichnis und in unserer Umkreissuche
  • Step 2: Wenig tierische Produkte konsumieren. Meist ergibt sich das automatisch, wenn man Step 1 erfüllt, da qualitativ hochwertige Fleischprodukte auch ihren Preis haben.
  • Step 3: Alternativen zu tierischen Produkten probieren. Auf www.vegan.at gibt es eine umfangreiche Rezeptdatenbank sowie zahlreiche Restaurantadressen.
Letzte Änderung amDonnerstag, 11 Oktober 2012 07:24

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