Idle No More: Aufstand gegen die Zerstörung der Natur Kanadas und der Lebensbedingungen der indigenen Bevölkerung

Kanadas indigener Bevölkerung reichts: “Idle No More – nie mehr untätig" Kanadas indigener Bevölkerung reichts: “Idle No More – nie mehr untätig"

Häuptling Theresa Spence macht auf die katastrophalen Zustände in Kanada aufmerksam und befindet sich seit 11. Dezember 2012 im Hungerstreik. Ob Teersandabbau, Uranabbau, Holzeinschlag - die Lebensbedingungen und Lebensräume der kanadischen indigenen Bevölkerung wird langfristig durch eine profitorientierte Politik und Wirtschaft zerstört. Kaum ein europäisches Medium berichtet darüber ...

Michael Koch 8. Januar 2013

Theresa Spence, Häuptling der Cree–Indianergemeinde in Attawapiskat, ist seit dem 11.12.2012 im Hungerstreik. Mit ihrer Aktion will die 49jährige auf die verheerenden Lebensbedingungen, Arbeitslosigkeit, anhaltende Umweltvergehen der kanadischen Regierung sowie nationaler und multinationaler Konzerne aufmerksam machen. “Ich bin bereit, für meine Leute zu sterben”, so die Cree – Aktivistin, die ihren Hungerstreik in einem Tipi unweit von Ottawa verbringt. “Die kanadische Regierung behandelt uns wie Sklaven und missachtet unsere traditionellen Rechte.” Mit diesen Worten beschreibt Spence die anhaltende indianerfeindliche Politik der kanadischen Regierung. Alle Kenner der Materie wissen, dass die im Vergleich zu den USA geschichtlich scheinbar liberalere “Indianerpolitik” Kanadas lediglich ein Deckmantel für den wahren Kern einer rassistischen Politik ist, die den First Nations, so nennen sich die kanadischen Indianer selbst, nach wie vor Kultur, Lebensraum und Lebensbedingungen zerstören. Ob Teersandabbau, Uranabbau, Holzeinschlag, die Lebensbedingungen und Lebensräume der kanadischen indigenen Bevölkerung wird langfristig durch eine profitorientierte Politik und Wirtschaft zerstört. Die Zerstörung der Lebensbedingungen und auch der indianischen Kultur bedeutet die Fortsetzung des Genozids, Ethnozids und Ökozids im 21. Jahrhundert.

Der Hungerstreik von Theresa Spence hat mittlerweile zu einer großen Solidaritätswelle bei den kanadischen First Nations geführt. Unter dem Motto “Idle No More – nie mehr untätig” besetzen indianische Aktivisten Eisenbahngleise, Autobahnauffahrten, Straßenkreuzungen und machen in Fußgängerzonen und Einkaufszentren auf den Hungerstreik und die Lage der kanadischen Ureinwohner aufmerksam.

Mittlerweile leidet Spence an den ersten gesundheitlichen Folgen des Hungerstreiks. Die kanadische Regierung hat sich bislang noch nicht verhalten. Wir werden in den kommenden Tagen zu einer Soli-Aktion für Idle No More aufrufen und solidarisieren uns mit den indianischen Aktivisten und ihren Aktionen, gleich ob diese friedlich sind, Zeichen zivilemn Ungehorsams oder militant sind.

Quelle:
www.leonardpeltier.de

Mehr dazu in der Presseaussendung vom Arbeitskreis Indianer Nordamerika:
IDLE NO MORE – (INDIGENE) RESSOURCENAUSBEUTUNG - NICHT UM JEDEN PREIS!

biologisch.at-Tipp: Das kannst du beitragen!
biologisch.at-Betreiberin Silvia Fischer ist über einen Freund auf dieses Thema aufmerksam geworden. Er heißt Ed E Bryant, ist Tsimshian Indianer und arbeitet als Carver/Artist/Traditional Dancer, Singer & Storyteller. Er lebt seit 15 Jahren in Europa, seit knapp 3 Jahren in Österreich. Seine Heimatstadt ist Port Simpson, British Columbia, wo ein Stück Land seit Generationen weitergegeben wurde. Irgendwann wollte er dorthin zurückkehren, doch das ist nun nicht mehr möglich, denn die Regierung hat dieses Stück Land einfach verkauft. Ed E Bryant: "You know, growing up with my father, I was taught about the land and the right to territory, which was pass down for generations. Names of the real people are also in reference to much of the land, giving each tribe rights, that in turn made our economy run. But today it is all cut up and made into reserves, the rest they want to sell to __________ . I fought hard to obtain my title for which stands the house of my father in Lax Kw Alaams, and for WHAT! Tired of how the so called Goverment can change this and that for business and money. I love the land where I come from, it is my wish one day to return, how, when, why is up to destiny. This land was never mine, I keep it and use it till my time pass, then I hope and pray it will be passed on rightfully to the next generation. Only the creator has the right to decide what lives where, and when. We are free and idle no more."

Mehr dazu:
arbeitskreisindianer.wordpress.com
Kanadas schmutzige Seite
: Erdölgewinnung im kanadischen Alberta - Der Tagebergbau für Ölsand gilt als einer der Hauptgründe für den starken Anstieg der Treibhausgase.
Erdöl für den Tank:
Die Erde wird großflächig umgepflügt, riesige Gebiete werden mit giftigen Abwassern verseucht.
Greenpeace:
Ölsandabbau in Kanada - dramatische ökologische und klimatische Auswirkungen
spiegel.de:
Der Gestank des Geldes

Arbeitskreis Indianer Nordamerikas

Letzte Änderung amDonnerstag, 31 Januar 2013 11:17

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