Nacktes Zeugnis der Gletscherschmelze

Greenpeace und Spencer Tunick suchen Freiwillige

Am Wochenende vom 18./19. August erhält ein Schweizer Gletscher weltweite Aufmerksamkeit: Der US-amerikanische Installationskünstler Spencer Tunick und Greenpeace suchen möglichst viele Freiwillige, die ihre Hüllen fallen lassen, um die Verletzlichkeit der schwindenden Gletscher und des Menschen zu symbolisieren. Der Klimawandel verlangt nach schnellen und mutigen politischen Entscheidungen. Tunicks Gletscherbilder sollen dazu beitragen.

Image
Ohio 2 (MOCA) 2004 © Spencer Tunick
Zürich, 18.07.2007. Schrumpfende Gletscher sind ein deutliches Zeichen für den globalen klimatischen Wandel. Wenn die Klimaerwärmung im heutigen Ausmass weiter voranschreitet, werden die meisten Gletscher im Jahr 2080 nur noch eine Geröllhalde zurücklassen. Die Bilder, die Spencer Tunick zusammen mit Greenpeace im August realisieren wird, sollen Bevölkerung sowie Politiker und Politikerinnen aufrütteln: der menschliche Körper ist verletzlich, genauso wie der sterbende Gletscher, lautet die Botschaft. Hunderte von Menschen werden sich nackt der Eiseskälte aussetzen, damit die Verantwortlichen endlich aufwachen und sich für sofortige, konsequente und mutige Klimaschutzmassnahmen erwärmen lassen. Mitmachen können alle volljährigen Personen. Die Anmeldung erfolgt unter www.greenpeace.ch/tunickglacier
«Wenn jetzt nicht gehandelt wird, dann ist es bald zu spät», sagt Markus Allemann, Kampagnenleiter Greenpeace Schweiz. Gemäss den neuesten Ergebnissen der IPCC-Klimaberichte bleiben nur noch acht Jahre, um die richtigen Schritte für die notwendige drastische Treibhausgas-Reduktion einzuleiten. Allemann: «Obwohl sie eine klare Sprache sprechen, reichen die Fakten offenbar nicht aus, um die Entscheidungsträger zum Handeln zu bringen. Nun braucht es Emotionen als Argumente.»

Der für seine spektakulären Installationen bekannte US-amerikanische Künstler Spencer Tunick möchte mit seinen Bildern erreichen, dass die globale Klimaerwärmung nicht länger eine abstrakte Bedrohung bleibt, sondern dass die Menschen den Klimawandel ernst nehmen und mit sich selbst in Verbindung bringen: «Meine Bilder sollen dem Betrachter unter die Haut gehen. Er soll sich in seiner Existenz als Individuum berührt fühlen.»

Greenpeace achtet auf eine umweltschonende Durchführung und erwartet von den Teilnehmenden, dass sie den öffentlichen Verkehr nützen. Welcher Gletscher nackt beehrt werden soll, erfahren sie eine Woche vor der Durchführung. Das Ausweichdatum ist der 25./26. August.

Quelle & Kontakt:
Markus Allemann, Kampagnenleiter Greenpeace Schweiz, 044 447 41 20
Sibylle Zollinger, Mediensprecherin Greenpeace Schweiz, 044 447 41 11

 

Letzte Änderung amDienstag, 24 Juli 2007 16:51

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Nach oben

Bio Newsletter

captcha

Mitgliedschaft & Werbung

Folge uns

Netzwerk