Papiertüten aus Apfelrückständen

Obstrückstandsrecycling "Made in Südtirol".

Bozen (pte/08.08.2007/15:35) - Die auf Biorecycling spezialisierte Ecoapple Südtirol Alto-Adige Srl http://www.ecoapple.com baut in Bronzolo bei Bozen ein zusätzliches Werk zur Aufbereitung von Apfelrückständen zu bauen. In Zusammenarbeit mit der Region Abruzzen ist außerdem die Errichtung einer Fabrik zur Abfallverwertung der Karotten und Fenchel verarbeitenden Betriebe geplant. Ausgangspunkt war das im Jahre 2003 von Firmenleiter Alberto Volcan entwickelte Verfahren zur künstlichen Trocknung von Apfelschalen, bei dem die Zucker - und Zelluloseanteile (50 und 70 Prozent) unverändert bleiben. Das daraus gewonnene Mehl wird seither in der Cartiera di Galliera Veneta zu Ökopapier verarbeitet, dessen mechanische und drucktechnische Eigenschaften denen von Normal- und Recyclingpapier gleichkommen. Verwendet wird es vor allem bei der Herstellung von Einkaufstüten für französische Biolebensmittel- und Modeläden.

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Mehl aus Apfelschalen zu Ökopapier verarbeitet
Alberto Volcan, Hauptgeschäftsführer und Mitgesellschafter von Ecoapple, erklärte: "Durch die Neuinvestition werden wir den Umsatz bis 2008 auf vier Mio. Euro vervierfachen. Wir verarbeiten im Jahr rund 50.000 Tonnen Abfälle aus der Fruchtsaftherstellung. Allein in den Südtiroler Verarbeitungsbetrieben fallen jährlich 40.000 Tonnen und im gesamten EU-Raum über 500.000 Tonnen an. Bei unserem Verfahren handelt es sich um eine kostensenkende Maßnahme, da das Ausbringen von Apfelrückständen auf dem Feld und die Verfütterung im Stall wegen der Pilzgefahr verboten sind." Mit Hilfe der innovativen Technologie kann auf die aufwendige Entsorgung der rasch fermentierenden und geruchsstarken Abfälle auf Deponien verzichtet werden. Volcan will die Technologie auch in China bekannt machen, wo bereits mehrere Standorte vorbereitet werden.

Doch der findige 65-jährige Ingenieur und Inhaber eines Patentes für Kunststoffrecycling denkt bereits einen Schritt weiter. Mit seiner neu gegründeten "Ecopixy" wendet er sich mit koloriertem Bioleder an die Modemacher. Ein weiterer Anwendungsbereich sind isolierende Baustoffe, die aus Apfelmehl, Kartoffeln, Milch und einem hochresistenten biologischen Kleber gefertigt sind. Volcan will davon jährlich 30.000 Tonnen vom Band laufen lassen.

Quelle: Pressetext Austria

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 09 August 2007 10:34

Kommentare   

0 #1 oo4.biz 2014-03-21 15:13
Vielen Dank für den Bericht. Ich studiere euer Blog wahrlich oft und wurde selten enttäuscht.
Bleibt dran und bis demnächst! Da fällt mir gerade ein: Im Opera funktioniert biologisch.at nicht so toll.
Kann man da was tun? Den Webbrowser benutzen doch zahllose
Menschen, oder nicht? Bis bald aus Lille !!!
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