Guatemala: Atitlan-See in Gefahr - Umweltkatastrophe droht

Der "schönste See der Welt" droht zu kippen.

Köln (pts/11.10.2007/12:00) - Es ist ein malerischer Eindruck: Umrandet von Bergen, Höhen und den Vulkanen Tolimàn, Atitlan und San Pedro liegt der 548 Quadratkilometer große Atitlan-See im Hochland Guatemalas auf 1560 Metern über dem Meeresspiegel. Der See ist blau, kalt und mehr als 300 Meter tief. Die Oberfläche glitzert wie geschmolzenes Silber, ringsum liegen 14 kleinere und größere Dörfer - Das ist die Heimat der Tzutuhil- und Cakchiquel-Indianer, den Nachkommen der Maya. Kein anderer See in Mittelamerika besitzt dieses Ensemble an Naturschönheit in Einklang mit Kulturlanschaft. Bereits Alexander von Humboldt bezeichnete im 19. Jahrhundert den Atitlansee als den "schönsten See der Welt", der 1955 zum Nationalpark und Schutzgebiet erklärt wurde. Seit den 1980er Jahren hat auch der Tourismus wieder zugenommen, gerade in dem beliebten Ort Panajachel.

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Abwässer werden in See geleitet
Umweltproblem - der See droht zu kippen

 Alles scheint wunderschön am Atitlan-See, aber ein erhebliches Problem nimmt unaufhörlich zu und führt in spätestens 10 Jahren zu einer Katastrophe, wenn nicht schnell Abhilfe geschaffen wird: Die Umwelt rund um den See droht zu kippen.
Grund ist der Mangel an Abwasserbereinigung und geeigneter Müllbeseitigung. Zwar gab es bis 2005 immerhin eine Kläranlage, die aber vom Hurrican "Stan" hinweggeweht wurde, so dass nun alle Abwässer ungefiltert in den See geleitet werden. Hauptverschmutzer sind Hotels und Tourismusunternehmen, aber auch die Kaffeeplantagen oberhalb des Sees, deren Erzeugnisse auch nach Deutschland exportiert werden. Der Mangel an finanziellen Mitteln erschwert die Lösung des Problems aus eigener Kraft. Die Folge eines Umweltdesasters wären eklatant: Der Tourismus, von dem die Region hauptsächlich lebt, würde zusammenbrechen und mit ihm die gesamte, ohnehin spärliche Infrastruktur.

Stiftung Atitlan e.V.


Die 1991 gegründete Hilfsorganisation engagiert sich seit Jahren in zahlreichen Projekten zur Unterstützung der Bevölkerung in Guatemala: http://www.julian-mittnacht.de/atitlan/.
Begonnen hatte alles durch die Initiative von Hans-Jürgen Katt, heute neuernannter Honorarkonsul der Bundesrepublik Deutschland in Guatemala, der 1986 aus dem damaligen Westberlin auswanderte und in dem Ort Panajachel seine neue Heimat fand. Hier erkannte er sehr schnell das Müllproblem des Sees und engagierte sich, indem er in seiner alten Heimat Berlin jeden Bezirksbürgermeister um Spenden bat - damals erfolglos. Wie durch einen Zufall und tatkräftige Hilfe von Bekannten gelang es dann doch noch mittels Spenden, einen ersten Müllwagen zu organisieren, der gefüllt mit Hilfsgütern in Guatemala eintraf. Damit war der Weg frei: Brigitte Dobisch, Bekannte von Jürgen Katt, gründete in Würzburg die Stiftung Atilan e.V. , die sich von nun an kontinuierlich der Hilfe Guatemals widmete. 2003 wurde der inzwischen siebte Müllwagen gekauft. Hans-Jürgen Katt organisiert seit vielen Jahren mithilfe der Stiftungsgelder zahlreiche Projekte zusätzlich zur Müllbeseitigung, wie Schulen und Krankenhäuser.

Spendenaufruf


Müllwagen allein reichen nicht, es gibt kaum noch ausreichend Platz, den Abfall rund um den Atitlansee zu lagern. Um dem Umweltproblem aktiv begegnen und das Müllproblem effektiv lösen zu können ist nun der Bau einer Müllverbrennungsanlage geplant, Kosten: ca. 2 Mio. Euro.

Hierfür bittet die Stiftung um Spenden:

ATITLAN e.V.
Sparkasse Mainfranken
BLZ: 790 500 00
Kto: 220 103 550

Weitere Informationn:

ATITLAN e.V
Brückenstr. 9
97244 Bütthard/Gützingen
Barbara Mittnacht
Präsidentin
Tel: 09336-979775
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
http://www.julian-mittnacht.de/atitlan

 

Letzte Änderung amSamstag, 13 Oktober 2007 10:33

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